Letzte Ergänzung: 18.9.2026
10 Jahre nach dem Sweeping Summit - ein Kommentar
Die Curlingwelt hat sich weitergedreht.
Zunächst verschwanden die Pads der Next Generation, wie BalancePlus EQ oder Goldline Norway von den Wettbewerben und wichen dem verordneten Standard der World Curling Federation.
Im Verlauf der Jahre kehrte dann -heimlich und meist wenig wahrgenommen- der Wettbewerb der Labels zurück.
Jedes Bauteil der Pads wurde von den kanadischen Herstellern unter die Lupe genommen und verbessert. Oft zwei Schritte vor und einen zurück, da die WCF regelmäßig neue Grenzen zog.
Hat sich für die "Curlingneulinge", also jene welche die Situation vor dem Sweeping Summit nicht erlebt haben, viel verändert.
Damals hätten sicher die Allermeisten das prognostiziert.
Heute jedoch gibt es bereits die dritte Generation des Foams, also des weichen Teils den Innenlebens eines BalancePlus RS Pads, Goldline ist ebenfalls bei einem modularen Pad angekommen und der Wettbewerb der Labels geht munter weiter, etwas stiller, etwas subtiler, aber auch im Korsett des WCF Regelwerks findet eine technische Weiterentwicklung statt.
Nur Einer ist nicht mehr dabei.
Der Auslöser dieses Dramas: Hardline.
Das Label wurde von Goldline übernommen.
Kharma is a bitch.
Hier unser Artikel aus dem Oktober 2016
Der Einsatz von besonders aggressiv wirkenden Pads, die eine sehr starke Beeinflußung des Spiels zuließen, hat nunmehr Folgen.
Ein WCF "Sweeping Summit" Ende Mai hat zu einer Reihe von Empfehlungen geführt die bei WCF Turnieren umgesetzt werden sollen. Die Folgen sind leider immer noch nicht klar. Wir bei Skeki, als einziger europäischer Distributor aller großen kanadischen Labels und europäischer Exklusivdistributor für Warthog, nutzen natürlich unseren direkten und persönlichen Zugang zu den Herstellern und bemühen uns, unsere Kunden zu informieren.
Es scheint sicher, dass die hochagressiven Pads nicht mehr bei hochrangigen Wettbewerben zugelassen werden. Als Reaktion auf Hardline hatten sowohl Goldline als auch BalancePlus, eigene Pads mit nahezu identischen Eigenschaften an Topteams herausgegeben.
Und auf den anderen Veranstaltungen?
Für die bisherigen Spitzenpads (Norway Pad, EQ, etc.) ändert sich wohl, insgesamt betrachtet, nichts. Die nachgeordneten Verbände, Vereine und Veranstalter werden die Regeln bestimmen und im Moment ist noch nicht absehbar, welche Pads zu welchen Veranstaltungen zugelassen werden.
Es scheint aber bei den wichtigen Köpfen die Meinung vorzuherrschen, dass man bei Turnieren, die nicht auf Weltniveau sind, wohl bei der bisherigen Regelung der Ausrüstung (abzüglich der hochaggressiven Pads) bleiben wird.
BalancePlus hat sich diesbezüglich ganz klar geäußert und Fred Svirkly von Warthog rät, stellvertretend für viele Andere, dazu erstmal Ruhe zu bewahren und weist zu Recht darauf hin, dass man dieser massiven Neuregelung die nötige Zeit geben müsse.
Goldline hat uns, als erster Hersteller, bereits im Juni ein Pad vorgestellt, das WCF Regeln einhält. Es basiert auf dem neuen Goldline Air Head.
Das Pad wird über Skeki in kleiner Stückzahl in Europa verfügbar sein. Mehr dazu in unserem nächsten Mail.
Auch BalancePlus hat mit dem eLite ein regelkonformes Pad verfügbar und zwar sowohl für den Performancekopf als auch für den neuen LiteSpeed.
Ergänzung: 25.10.2016
Goldline: Empfehlung für Vereinscurler
Fehlentwicklungen will Goldline mit der Mitteilung von heute Nacht entgegentreten.
Das WCF, so Doug Flowers, Präsident von Goldline, habe bei den neuen Regeln für Pads ausdrücklich nur den Wettkampfsport auf oberstem Niveau im Auge gehabt.
Bei Veranstaltungen die keinen materiellen Anreiz böten, sei es nicht nötig den Gebrauch von normalagressiven Pads einzuschränken.
Vielmehr sei es so, dass WCF zertifizierte Pads, in der Hand der meisten Curler, praktisch die Wirkung des Wischens aufheben würden. Deswegen ist es sinnvoll, weiterhin die, seit Jahren ohne Beanstandung benutzten, Pads zuzulassen.
Im Moment sieht man bei deswegen wohl die Gefahr, dass die Vereine über das Ziel hinausschiessen würden. Doug Flower empfiehlt den Vereinen, dem Beispiel kanadischer Vereine zu folgen, die alls Pads inkl. Haarpads zulassen. Davon ausgenommen lediglich die Pads mit Einsätzen welche das Eis zudem massiv schädigen.